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Flex Flow

Flex Flow

Weil nur die derzeitig klar beschriebene letzte Ebene der bipolaren psychosozialen Entwicklungsmatrix „Türkis“ (8. Wert-Mem, Kurzbezeichnung: HU, „Global View“) ausreichend Höhe bietet um gänzlich auf unseren türkisen Planeten herab zu blicken ist die Ebene darunter, Nummer 7 auf der Scala der psychosozialen Entwicklung mit der Farbmetapher „Gelb“ und der umtriebigen Bezeichnung „Flex Flow“ eine Nachfolge von der elitären Liga der politisch Korrekten (grün, „Human Bond“, Level Sex (6), sondern auch der Ton „C“ eine Oktave höher als das beige „Survival Sense“ C eine Oktave darunter.

Während es mehrere zigtausend Jahre dauerte, bis Orange eingeleutet wurde und mit Orange sich der technologische Entwicklungs-Turbo eingeschaltet hat, der eine überproportionale Beschleunigung von einfach allem mit sich brachte, dauerte es nur wenige Jahrhunderte, bis die psychosozial am höchsten entwickelten Länder kapiert haben, was der purpurne Häuptling uns schon immer mal sagen wollte, wenn ihm jemand zugehört hätte: „Geld kann man nicht essen.“ 

Grün als Antwort auf überhitztes Orange wirkt nicht überzeugend und alles andere als attraktiv. Es klingt so nach Verzicht. Verzicht auf SUV, Verzicht auf Fleisch, Verzicht auf Frauenwitze, Verzicht auf Homophobie, Verzicht auf Atomkraft, auf Braunkohle, auf Heizöl, auf ….. Grün stellt eine unüberwindbare Hürde und wirkt aufgrund der oberlehrerhaften Bevormundung in Verbindung mit selbstgerechtem Narzissmus auch wenig überzeugend.  

Es ist aber nicht die grüne Barriere, die Menschen daran hindert, systemisch zu denken und zu handeln. Nicht umsonst werden Menschen der siebten Entwicklungsebene psychosozialer Weltanschauungen in integralen, mystischen und kulturwissenschaftlichen Kreisen spöttisch als „Mensch 2.0“ bezeichnet, nicht zuletzt wegen der subtilen Arroganz, die Menschen auf dieser Entwicklungseben oft ausstrahlen.

Tatsächlich durchleben Menschen, die sich spürbar auf „Second Tier“ bewegen, einen tiefgreifenden Sinneswandel. Die Menschen auf dieser Ebene werden sich der Relativität bewusst. Mit Zunahme der Relativiätswahrnehmung entschwindet der Glaube an das Absolute. In einer solch verbleibenden Relativität kann es ein absolut richtig oder absolut falsch nicht geben. „Jeder hat Recht, aber nur teilweise“ konstatiert der Bestsellerautor Ken Wilber. 

Die Allergie gegen alles Absolute kennt sein Pendant auf der vorherigen Stufe (FS, „Human Bond“, grün) nur all zu gut. Es ist die Allergie gegen Hierarchien, wobei schon der Begriff „Hierarchie“ auf die als dekadent empfundenen Machthierarchien mit den Machoallüren aus rot und dem sinnleeren Statusstreben auf der Entwicklungsebene vor grün (ER, „Strive Drive“, orange).

Gelb wiederum akzeptiert oder „reakzeptiert“ Hierarchien, unterscheidet aber haarscharf zwischen Status- und Machthierarchien und Kompetenzhierachien. Zumindest werden Hierarchien als fließend und dynamisch betrachtet und irgendwie erinnert Gelb an den ersten Grundton der ersten Oktave (AN, „Survival Sense“, beige), weil auch hier sich Horden temporär gebildet haben, einen temporären Anführer hatten und nach erfolgreicher Jagd sich wieder auflösten. 

Gleiches Muster widerfährt nun der siebte und achten Stufe mit dem Begriffspaar „Relativität“ und „Absolutheit“. Wir die Absolutheit auf der siebten Ebene noch negiert, wird sie auf der achten Stufe durch eine modernisierte Spiritualität wieder anerkannt. Relativität ist die eine Seite der Münze, Absolutheit die andere. Beides bedingt sich. Wenn sich in Bezug auf Relativität und Absolutheit die Frage stellt, was war zuerst? Die Henne oder das Ei? Dann lässt sich auf der achten und neunten (noch nicht hinreichend erforschten) Ebene diese Frage ganz klar beantworten:

„Geist erzeugt Materie und nicht umgekehrt“

oder wie es die Hermetiker wissen:

„Das All ist geistig – Kyballion“

jedoch wissend, das tatsächlich das eine das andere bedingt.  Die Taoisten stellen dieses Phänomen der gegenseitigen Durchdringung durch das Yin & Yang Symbol dar. Der praktische Nutzen dieser Erkenntnis wird jedoch erst auf den höheren Zwischenebenen der Spiralentwicklung erkannt. Die Erkenntnis lautet: „Wenn Geist Materie erschafft, dann kann mein Geist das auch.“ Mit dieser Erkenntnis erschließt sich dem Mensch die schöperische Kraft seines Inneren und er lernt dabei, dass die Intelligenz des brilliantesten Verstandes eines Menschen nichts ist im Vergleich mit der Intelligenz der Inspiration. Das aber die höchste Kraft der Inspiration versiegen muss, wenn sie nicht auf einen scharfen Verstand trifft. 

Mit Erreichen der siebten Stufe gewinnt der Mensch eine Gesinnung, die in seinem Denken und Handeln Intoleranz absurd werden lässt. weil sich der Mensch immer stärker der Gesetzmäßigkeiten von Ursache und Wirkung bewusst wird, der den ehrwürdigen Satz eines Indianerhäuptlings lebendig werden lässt:

„Ich will keinen Menschen beurteilen, bevor ich nich wenigstens eine Woche lang seine Mokkasins getragen habe.“

Weil es dem Menschen mit einem solchen Bewusstsein gelingt, sich der ständigen Meinungsmache in der Öffentlichkeit zu entziehen, gilt er als kühl, arrogant und exzentrisch. Aus Sicht der Second Tier wiederum gelten die Stufen Mensch 1.1 bis Mensch 1.6 als „Betaversionen mit erheblichen Kognitionsfehlern“.  Und schon allein deshalb ist der Vorwurf der Arroganz „relativ“ gerechtfertigt. 

Ich persönlich finde es spannend, eine Jugend heranwachsen zu sehen, die zumindest in unseren hoch entwickelten Kulturen die Weltanschauungen des Flex Flow sehr viel stärker ausprägen werden, als die Generationen vor Ihnen. 

„Generation Z goes Yellow!“

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