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Kybalion

Kybalion
Das all ist geistig - kyballion
Das All ist geistig – kyballion

All jene Theologen und Verführer der religiösen Institutionen beschäftigen sich mehr oder weniger mit dem Konzept des Geistes, ohne jemals die Konzeptlosigkeit von Geist verstanden zu haben. Wie sollten sie, wenn sie doch nur lediglich ihren Verstand bemühen, um Geist zu verstehen. Der Verstand kann Geist nicht finden, erkennen, verstehen, beschreiben, bewerten. Damit ähneln sie den Naturwissenschaftler, die ihren Geist benutzen, um die Natur zu verstehen und gar nicht merken, dass sie bei der Erklärung der Naturgesetze lediglich die mechanische Beobachtung ihres Verstandes beschreiben, der sich selbst bei der Arbeit zusieht. Eine intellektuelle Annäherung an Geist ist nur möglich durch Negation. In dem der Verstand verneint, was Geist nicht ist.

Aus dem Buddhismus waren mir Begriffe wie „Leere“, „Nichts“, „Ungeboren“, „Selbtslosigkeit“, „Buddhanatur“ oder „fehlende Inhärenz“ usw. als intellektuelle Konzepte bekannt, nur war mir nicht klar, dass sich letzten Endes alle auf Geist beziehen. Diese hellste aller Intelligenzen ist alles andere als inaktiv, wie unser Verstand uns versucht, von ihm abzulenken. Das Kybalion, dass etliche Jahrhunderte vor Entstehung der großen Weltreligionen von Meister zu Schüler meist mündlich weiter gegeben wurde, stellt sich als Generalschlüssel zum Entschlüsseln der Geist-Konzepte aller auf Spiritualität beruhrenden Religionen heraus, der zum Zugang zu den geheimen Botschaften der großen Bücher befähigt. Die Bibel, der Koran, die Kabbala, das Bhagavat Vita, die Lehrreden Buddha und das Tao te King legen mit diesem Generalschlüssel die zugrundelegende Wahrheit all dieser Bücher an das Tageslicht und trennt dabei sorgsam Spreu (kulturelles Klimbim) vom Weizen (die letztgültige Wahrheit).

Doch leider offenbaren sich die sieben hermetischen Grundsätzen nicht jedem Menschen auf seinen jeweiligen Reifegraden. So ist es vergebens, die Verbreitung der Wahrheit voranzutreiben, um den Zwist und Krieg der Religionen zu beenden. Daher:

„Die Lippen sind verschlossen, nur nicht für den, der verstehen kann.“

Das Kybalion ist keine Geheimlehre, weil sie etwas zu verbergen hat, sondern weil nur die wenigsten Menschen Zugang zu den Tiefen der Weisheit finden.

„Milch für die Babies, Fleisch für die erwachsenen Menschen“. So will es das Kybalion vermeiden, dass ein Durchschnittsmensch auf dem geistigen Entwicklungsstand eines Säuglings sich den Magen mit einem blutigen Steak verdirbt. Und tatsächlich wirken einige religiöse Schriften stellenweise wie ein Kindermärchen, bei dem die Autoren offensichtlich versucht haben, einen schwer verständlichen Sachverhalt mit platten Metaphern und Verniedlichungen doch noch irgendwie für die Mehrheit der geistigen Säuglinge verdaulich zu beschreiben.

Insofern ist das Kybalion nichts für Einsteiger in die Mystik. Wer aber die ernsthafte Auseinandersetzung mit den eigenen Barrieren nicht scheut, wird im Kybalion das wahrscheinlich wichtigste Werk erkennen, das je durch Menschen geschaffen wurde.

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