Patienteninterview

Frage: Du bist Alpa Varia? Du bist der erfolgreichste, wohlhabendste und schlauste Narco der Welt, der Erkenner, der Erwachte, der neue Buddha, der Erhabene, der Weltendenker und Weltenlenker, der Retter der Welt, der Super-Hero der Intellktuellen, der Größte, Tollste und Geilste?

Antwort: Ja, das bin ich.

Frage: Nimmst Du Drogen?

Antwort: Ja. Nehme ich. Regelmäßig.

Frage: Welche Drogen nimmst Du?

Antwort:

Offiziell…

  • Tetrahydrocannabinol (THC) aus Cannabis
  • Nikotin aus Tabak
  • Koffeein aus Espresso und Cappucino

Inoffiziell…

  • LSD
  • Pilze

…aber das ist lange verjährt. Offiziell.

Frage: Keinen Alkohol?

Antwort: Nein, ich trinke keinen Alkohol

Frage: Warum trinkst Du keinen Alkohol?

Antwort: Das ist interessant, dass Du so konkret fragst. Ich frage Dich ja auch nicht, warum Du kein Heroin nimmst. Es fällt mir immer wieder auf, dass ich mich in der Öffentlichkeit rechtfertigen soll, warum ich keinen Alkohol trinke. Die Leute fragen mich:

  • Bist Du Moslem?
  • Bist Du trockener Alkoholiker?
  • Bist Du ein Zeuge Jehova?
  • Bist Du krank, hat das mit deiner Fibromyalgie was zu tun?
Mischen Impossible
Mischen Impossible: Alkohol wird politisch propagiert. Beides geht nicht.

Ich habe mich beruflich sehr viel mit Risiken auseinandergesetzt, habe Risikoprofile verschiedener Drogen miteinander verglichen und dabei lag es natürlich nahe, die Risiken von legalen, politisch gewollten und propagierten Drogen wie Alkohol und streng verbotenen Substanzen, für die Menschen auch heute noch 18 Jahre und länger ins Gefängnis gehen, vor allem dann, wenn sie eine schwarze Hautfarbe haben, zu vergleichen.

Tatsächlich sind sich ausnahmslos alle Experten darüber einig, dass Alkohol und Tabak viel gefährlicher sind als Cannabis, LSD und Pilze.

Mir war lange Zeit nur nicht bewusst, wie gefährlich Alkohol wirklich ist. Als ich dieses krebserregende Toxin näher untersuchte, stellte ich fest, keinen Bock mehr auf Alkohol zu haben.

Anfangs war es eine Umstellung. Ich hatte ja schon mit 12 angefangen, öfter mal einen über den Durst zu trinken und was war schon dabei? Später nahm ich Alkohol, um meine Schmerzen und die Schlaflosigkeit zu lindern, oft in Kombination mit Schmerzmitteln, um deren Wirkung zu verstärken.

Es sind die Folgen der Fibromyalgie, einer besonders schweren Form, die mit unerträglichen chronischen Schmerzen, Schlaflosigkeit und Depression verbunden ist. Mit Alkohol konnte ich wenigstens für ein paar Stunden von den Schmerzen Abstand nehmen und besser einschlafen.

Dies geschah dann aber immer in einer der Phasen, in denen Cannabis nicht zur Verfügung stand. Nachdem meine Versorgung mit medizinischen Cannabis sicher gestellt ist, benötige ich keinen Alkohol mehr, weil alle Symptome ausreichend gemildert werden.

Frage: Warum rauchst Du nicht Dein eigenes Cannabis, warum das aus der Apotheke?

Antwort: Damit ich keinerlei Bezug herstelle zwischen mir als zivile Person und meiner Rolle als CEO bei Spiritual Ganja Enterprises. Wüssten die Behörden, wer ich wirklich bin, hätte ich kein ziviles Leben mehr.

Frage: Verschreibt Dir Dein Hausarzt Cannabis?

Antwort: Nein. Wie die meisten niedergelassenen Ärzte weigert sich mein Hausarzt konsequent, mir Cannabis zu verschreiben. Ich glaube, Ärzte sind in dieser Hinsicht eher Ideologen, als Wissenschaftler.

Wenn Du diese Artikel gelesen hast, verstehst Du, was ich meine:

  1. Ganja und die Hexenjagd
  2. Wer hat was gegen Cannabis?

Also mal ganz ehrlich, unser Verhältnis ist ein wenig ambivalent. Das Verhältnis zwischen Fibromyalgiekranken und Ärzten ist meistens mindestens ambivalent.

Frage: Du nennst doch sonst immer Ross und Reiter, warum verrätst Du nicht, wie Dein Hausarzt heisst?

Antwort: Weil ich Angst habe, dass ich keine Termine mehr bei ihm bekomme, wenn er das hier liest. Ich lebe zur besseren Tarnung auf dem Land. Hier gibt es nur einen Arzt, einen Bader, zwei Hexen und ein Bestattungsunternehmen.

Ich will dem lieben Doc auch gar nicht unrecht tun, denn immerhin verschreibt er mir seit zwei Jahren artig Dronabinol.

Frage: Was ist an Dronabinol auszusetzen?

Antwort: Ist das Dein Ernst? Der heiligen Pflanze Ganja wird bei lebendigen Leibe das Herz rausgerissen, mit pharmazeutischem Fett verkleistert, in eine magenresistente Kapsel gepresst und als Dronabinol verkauft.

Die Apotheke freut sich, weil sie kann das, was sonst so an Krümeln und Bröseln auf den Boden fällt, schön einsammeln und richtig Kohle machen. Die Apotheke zahlt etwa vier Euro das Gramm, verdreifacht den Verkaufspreis auf mindestens zwölf Euro und verdoppelt dann den Profit nochmal durch die entsetzliche Verstümmelung von Cannabis.

Die Wirkung im Vergleich zum Vaporisieren liegt bei gefühlten 30 %, viele Menschen wie ich können Cannabis schlecht verstoffwechseln, dort tritt die Wirkung von Dronabinol zwischen einer und fünf Stunden oder gar nicht ein, und wenn sie eintritt, wird Dir akut schwindelig. Wehe Dir, Du bist da gerade zufällig mit dem Auto unterwegs.

Dronabinol gehört verboten.

Frage: Gut, aber wie kommst Du dann an medizinische Cannabisblüten ran?

Antwort: Ich bekomme monatlich ein Rezept eines Cannabis Facharztes (moderner Schamane mit Approbation) von Algea Care. Das kostet mich zwar jedes mal knapp 130 Euro, aber das Geld ist es mir wert.

Frage: Du bist der reichste Mann der Welt und machst Dir wegen 130 Euro Gedanken?

Antwort: Du wirst nicht der reichste Mann der Welt, wenn Du Dir keine Gedanken wegen 130 Euro machst.

Frage: Welche Sorten Cannabis bekommst Du gegen die Fibromyalgie verschrieben?

Antwort:

  • Aurora Pedanios 18/1 „Sour Tangie (tagsüber)
  • Aurora Pedanios 22/1 „Ghost Train Haze“ (tagsüber)
  • IMC 17/1 „Hindu Kush“ (abends)
  • Aurora 20/1 „Pink Kush“ (abends)
Frage: Drei Produkte der Firma Aurora?

Antwort: Ich habe bei Aurora die Aktienmehrheit. Kauft Aurora Aktien!

Frage: Und warum dann auch ein Produkt von IMC?

Antwort: Das ist der Quoten-Jude. Die Isrealis sind voll gut drauf was medizinischen Cannabis angeht.

Frage: Kannst Du die Sorten mal näher erläutern?

Antwort: Nein, das wäre mir jetzt zu mühsam. Das mache ich nur, wenn es irgendjemanden interessiert.

Frage: Wer ist Dein Drogendealer?

Antwort: Die Turm-Apotheke in Duderstadt.

Frage: Was zahlst Du da für das Gramm?

Antwort: etwa 13,– bis 14,– Euro. Eigentlich ein gutes Preis- / Leistungsverhältnis im Vergleich zum Schwarzmarkt oder zum Graumarkt in den Amsterdamer Coffeeshops.

Steriler Anbau von medizinischem Cannabis. First Class.

Es kommt bequem per DHL. Ich verfolge die Lieferung in meinem Garten oft schon Stunden vorher auf meinem iPhone 12 Pro. Ich glaube, der Kurier ahnt, was da in dem Päckchen von der Turmapotheke drin ist. Er grinst immer so.

Du musst Dich einfach mal erkundigen, mit wieviel Liebe, Sorgfalt, Hygiene, Technik und Know How medizinisches Cannabis angebaut wird. Das ist allerfeinste Premiumqualität.

Frage: Ist das Gras Deiner Organisation qualitativ vergleichbar?

Antwort: Ehrlich gesagt: Nein. Wir decken einen extrem hohen Bedarf und können nicht auf das Growen im Freien verzichten. Growhäuser im großen Stil fallen auf und kosten wahnsinnig viel Geld hinsichtlich Miete, Strom, Technik, Sicherheit usw. Wenn Du aber im Freien Hanf anbaust, hast Du es immer mit Verunreinigungen zu tun. Wir bauen zwar biologisch an, verwenden keine Pestizide und künstliche Dünger, aber dennoch kannst Du nicht verhindern, dass die Spinnen Dir auf die Blüten scheissen.

Cannabis als Medizin
Frage: Konsumierst Du Cannabis täglich?

Antwort: Ja. In den Phasen, in denen ich Cannabis konsumiere, konsumiere ich täglich etwa 1,6 Gramm verteilt auf acht Dosen mit je 0,2 Gramm. Diese kann ich mir in den entsprechenden Vorratsbehältern auch vorbereiten.

Tagesration 8 Dosen mit je 0,2 gramm Cannabis
Frage: Ah, Du meinst mit Dosen nicht Dosis sondern Dose. Du benutzt also einen Verdampfer?

Antwort: Genau genommen zwei. Beides aus dem Hause Storz & Bickel, ein deutsches Vorzeige-Unternehmen für Ganja Qualitätsprodukte. Nein, ich bekomme keine Provision von denen.

Für Unterwegs und auf die Schnelle nutze ich den Storz & Bickel Mighty:

Alpa Varias Medical Magic
Storz & Bickel Mystic Medical (medizinisch zugelassen)

Für den gemütlichen Abend habe ich mir bei Storz & Bickel einen Volcano aus purem 24 karätigem Gold anfertigen lassen. Allein der Materialwert übersteigt den Preis eines Premiumfahrzeuges aus Stuttgart.

Storz & Bickel Volcano Alpa Varia Edition
(Einzelanfertigung, pures Gold, 24 Karat)
Frage: Du vaporisierst also. Rauchst Du auch Joints?

Antwort: Die Frage will ich hier nicht öffentlich beantworten. Als mächtigster Kiffer der Welt habe ich eine Vorbildfunktion und empfehle das gesundheitlich unbedenkliche Vaporisieren, ein Verfahren, bei dem das heilige Ganja nur so stark erhitzt wird, dass es all seine Zauberkräfte ejakuliert und vervaporisiert.

Nur durch das Vaporisieren kannst Du die köstlichen Geschmacksnoten der Strains, die mal nach Waldfrucht, mal nach Zitrusfrüchten oder auch nach Premium Diesel der Marke Shell auf der Zunge zergehen.

Wein bietet bei weitem nicht diese Vielfalt und Diversität olifaktorischer und gustativer Varianten und das Ganja hinterlässt auch eine deutlich längerfreudigen Abgang am Gaumen bis ins Gaumenzäpfchen, wo selbst ein 20 Jahre alter Spitzen-Bordeau nicht hinkommt.

Nikotin beschleunigt die Aufnahme von THC im Blutkreislauf und sorgt so zu einem Kick im Gehirn, der das Risiko einer Abhängigkeit erhöht.

Alles, was einen Kick in Deinem Hirn auslöst, erhöht das Risiko der Sucht!

Deshalb ist gerauchtes Crack soviel gefährlicher als geschnupftes Kokain. Es macht „Crack“ in Deinem Hirn und Du bist sofort süchtig.

Anyway: Wo wir gerade beim Mischen sind. Mischen Impossible ist auch der Mischkonsum von Cannabis und Alkohol. Hier mehr in diesem Beitrag.

Frage: Du konsumierst also hochgerechnet 500,-- Euro im Monat Cannabis. Wie soll sich das jemand leisten können, der nicht wie Du reichste Einzelperson der Welt ist?

Antwort: Ich empfinde es unerträglich, dass rund um Ganja eine Zweiklassenmedizin in Deutschland entstanden ist. Bürger, die eigentlich seit 2017 einen gesetzlichen Anspruch auf Cannabis als Medizin haben (sofern sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen) wird der Zugang zu medizinischem Cannabis unnötig erschwert oder sogar unmöglich gemacht.

All diesen Menschen kann ich nur mit tiefem Mitgefühl begegnen und Euch entgegen rufen: Haltet durch!

Und werdet Mitglied beim Deutschen Hanfverband. Die einzige Lobby, die unsere Interessen in der Regierungspolitik mit großem Erfolg vertritt und der wir es überhaupt erst zu verdanken haben, dass schwerkranke Menschen endlich Zugang zu ihrer benötigten Medizin bekommen.

Eine Medizin, die sich seit 5000 Jahren als das erfolgreichste und meist verwendete Medikament der gesamten Menschheitsgeschichte evident behauptet hat.

Frage: Wie bringst Du Deine Haltung mit der Tatsache in Einklang, dass Du bei Algea Care Kunde bist?

Antwort: Ich kann Deine Frage verstehen. Sie ist durchaus berechtigt und ich gebe zu, dass mein Verhältnis zu Algea Care anfangs etwas ambivalent war, repräsentieren Sie doch diese Zweiklassenmedizin der Kapitalfeudalisten. Du musst Algea Care aber strategisch betrachten.

Die Leute von Algea Care sind nicht doof. Die gründen kein Harakiri-Unternehmen, das mit der nächsten Gesetzesänderung seinen Business Case verliert und dicht macht. Was dieses Unternehmen als wertvolles Asset im Ganja-System macht, ist sein Know-How.

Algea Care sammelt (hoffentlich!) eifrig Daten über Eingangsdiagnosen, Therapieverläufe, Sorten, Verträglichkeiten und Risiken. Was Algea Care wertvoll macht, sind seine Daten und die steigende Kompetenz, gut situierte Ganja-Neulinge sicher in den Umgang mit Ganja einzuführen.

Abtrünnige Schulmediziner konvertieren zur hellen Seite der Macht und erheben den Widerstand gegen das WHO Imperium.

Ich könnte mir sogar so eine Art Ganja-Tüv vorstellen. Wo man erst mal seine Theorie macht, dann Fahrstunden bei einem Facharzt macht und dann den Führerschein zum freien Kiffen bekommt.

Ob man das Konzept auf Alkohol umsetzen kann? Nein kann man nicht, denn Alkohol hat keinen medizinischen Nutzen. Es sei denn pur im Notfall zur Desinfektion. Ansonsten gibt es in Wahrheit keine medizinisch vertretbare Menge Alkohol. Aber es gibt für gesunde Menschen eine gesunde und medizinisch vertretbare Menge Cannabis.

Ich denke, Ganja Movement sollte Algea Care als strategisch wichtigen Systempartner verstehen und nicht auf dekadente Zweiklassenmedizin reduzieren.

Aber um meine Antwort auf Deine Frage abzuschließen: Gäbe es Algea Care nicht, würden wir dieses Interview nicht öffentlich führen, denn bevor ich legal an Cannabis herankam, wäre ein solches Interview, wie wir es gerade führen, mit höchsten juristischen Risiken verbunden gewesen.

Frage: Was verstehst Du unter gesunder vertretbarer Menge? Du willst damit doch nicht etwa behaupten, Cannabis wäre gesund?

Antwort: Derzeit wird noch untersucht, ob Cannabis eine positive Wirkung auf den Verlauf von Krebserkrankungen hat. Und selbst wenn die Pharmaindustrie behauptet, Cannabis hätte in der Behandlung von Krebs keine Vorteile, so schließt das präventiv nicht aus, das Cannabis das Krebswachstum zumindest verzögern könnte. Einige Studien weisen darauf hin.

Was aber auf jeden Fall klar ist, das Cannabis als Präventivmedikament großartige Dienste bei der Vorbeugung von stressbedingten Erkrankungen, Depressionen und Burnout (was letzten Endes das gleiche ist, Burnout gibt es gar nicht) leisten kann. Präventiv wohlgemerkt, denn ich glaube nicht, dass sich Cannabis zur therapeutischen Behandlung einer akuten Depression eignet.

Auf 14 Milliarden Euro beläuft sich der jährliche volkswirtschaftliche Schaden infolge stressbedingter Erkrankungen am Arbeitsplatz mit Tendenz progressiver Zunahme. Cannabis macht gelassener, geduldiger, fokussierter, entspannter und freundlicher.

Cannabis wirkt damit dem Streß entgegen und entstreßt gleichzeitig durch Muskelrelaxion wirkt bei Streß also präventiv und reaktiv und schaltet damit ein Hauptrisiko für die Entstehung zahlreicher Erkrankungen wie beispielsweise Krebs, Reizmagen, Herzinfarkt, Fibromyalgie oder Stoffwechselstörungen.

Auch das Immunsystem wird durch Streß stark beeinträchtigt und heisst Corona und Co. herzlich willkommen.

Ich glaube, die Regierung hätte klug gehandelt, in Coronazeiten Cannabis zumindest versuchsweise frei zu geben. Die Leute wären auf der Couch gelegen, hätten gechillt, überhaupt keinen Bock auf Kontakte, Immunsystem gestärkt, gelassen, no panic alter, auf jeden Fall ohne Gewalt in der Familie oder Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen. Diese Formen der gewaltsamen Konfliktbewältigung sind oft mit Alkohol in Verbindung zu bringen, aber äusserst selten mit Cannabis.

Cannabis ist der beste COVID19-Impfstoff den es überhaupt gibt. Wer faul auf der Coach liegt und kaum noch Kontakte pflegt, kann sich gar nicht infizieren.

Frage: Was sagst Du zu dem Risiko, von Cannabis abhängig zu werden?

Antwort: Ich denke, dass ist auch das, was meinen Hausarzt quält, der ja nur von oben auf meine Patientenakte guckt. Er sieht, dass ich mich mal freiwillig in Behandlung eines mutmaßlichen Alkoholproblems begeben habe, sieht aber nicht, dass mich der erste Therapeut gar nicht aufnehmen wollte, weil bisher noch keiner bei ihm in der Praxis war, bei dem der Patient einen Verdacht auf Alkoholismus selbst geäussert hätte und die Klinik Bad Tönnistein mich nach vier Wochen statt acht Wochen rausgeschmissen hat, nachdem ich ihre faschistischen Therapiemethoden in Frage gestellt habe.

Zu diesem Zeitpunkt, als ich mit einem Arschtritt aus der Klinik flog, war mir bereits klar, dass ich keinen Alkohol brauche, wenn ich die erforderlichen Medikamente erhalte. Damals war Cannabis aber noch eine vollständig verkehrsunfähige Droge, die auch zu medizinischen Zwecken nicht in Verkehr gebracht werden durfte.

Zu der Frage, wie ich das Risiko der Abhängigkeit einschätze?

Nun, das Risiko ist eingetreten. Ich bin abhängig von Cannabis. So what?

Wir sind von vielen Dingen abhängig. Luftabstinenzler sterben so etwa nach vier Minuten und Trinkwasserabstinenzler halten es auch nur eine Woche durch, bis sie dehydrieren. Ist die Abhängigkeit von Luft und Wasser ein Problem?

Ein Diabetiker ist von Insulin abhängig. Mehrmals täglich braucht er seinen Schuss. Wie ein Junkie. Ist das ein Problem? Ja, aber die Krankheit unbehandelt zu lassen, ist ein noch viel größeres Problem.

Ein Fibromyalgiekranker ist davon abhängig, seine chronischen Schmerzen in den Griff zu bekommen und gut und ausreichend zu schlafen. Dafür steht im das Teufelsdreieck der westlichen Schulmedizin zur Verfügung (Tramadol, Z-Drugs, Serotoninwiederaufnahmehemmer) oder Cannabis.

An das Teufelsdreieck kommt der Patient sehr leicht ran und bekommt es auch anstandslos von der Krankenkasse bezahlt. Wer sich als Patient darauf einlässt, ist nach spätestens sechs Monaten ein Zombie. Dein Gehirn entwickelt sich zurück auf den Evolutionsstand von Gemüse. Bereits nach wenigen Wochen hat sich bei mir eine körperliche Opiatsucht entwickelt, die ich kalt entzogen habe, und nie wieder erleben will.

Cannabis entziehe ich regelmäßig freiwillig in meinen Cannabis-Pausen. Ja, ich habe Entzugserscheinungen, aber die sind nicht vergleichbar mit den Qualen des Opiatentzugs und mit den Entzugserscheinungen, die ich bekomme, wenn ich länger als eine Stunde kein Nikotin bekomme. Nach etwa 10 Tagen sind sie spätestens vorbei.

Frage: Was sagst Du zu Deinem Hausarzt?

Antwort: Nicht viel. Obwohl ich als schwer krank einzustufen bin, benötige ich ihn dank Cannabis nur sehr selten. Ich fühle mich rundum gesund.

Cannabis ersetzt bei mir mindestens sieben Medikamente: Tramadol, Zopedim, Serotoninwiederaufnahmehemmer, Blutzuckersenker, Blutdrucksenker, Omneprazol und Benzodiazepin.

Würde mein Hausarzt Cannabis verschreiben, wäre er und die Pharmaindustrie pleite.

Drei der sieben genannten Präparate machen körperlich abhängig.

Frage: Cannabis macht aber psychisch abhängig?

Antwort: Glückspiel, Sex, Schokolade, Extremsport, Zucker und Onlinegames auch.

Frage: Welche Wirkung hat Cannabis bei Dir?

Antwort: Das ist gar nicht mit einem Satz zu beantworten. Medizinisch wirkt es da, wo es wirken soll. Die chronischen Schmerzen verschwinden nicht etwa, wie bei den Opiaten Tramadol oder Tilidin, aber ich kann besser damit umgehen.

Zudem wirkt es gegen die mit der Fibromyalgie fast immer einhergehenden Ein- und Durchschlafstörungen. Mit heiligem Ganja im Blut schlafe ich wie ein Engel. Das ist die Wirkung auf der grobstofflichen (körperlichen) Ebene. Auf dieser Ebene bezeichne ich den Hanf als Cannabis.

Auf der feinstofflichen (psychisch/seelischen) Ebene wirkt Cannabis ausgleichend, gelassenheitsfördernd, konzentrationssteigernd und motivierend. Allerdings nur, wenn Du die korrekte Dosierung verwendest. Zuviel davon und Du bist einfach nur stoned. Auf dieser Ebene bezeichne ich den Hanf als Weed.

Auf der stofflosen, subtilen Ebene wirkt Cannabis befreiend, gedankenreduzierend und meditationsfördernd. Auf dieser Ebene bezeichne ich den Hanf als Ganja.

Beschreiben dürfte ich aber eigentlich nur die erste Ebene in der Öffentlichkeit. Die Beschreibung von der zweiten und dritten Ebene könnte mir juristisch als „Beigebrauch“ vorgeworfen werden.

Da ich aber den ganzen Tag über Cannabis konsumiere, kann ich ja schlecht auf Meditation und Persönlichkeitsentwicklung verzichten, nur weil ich den ganzen Tag über high bin.

Frage: Wie geht Deine Familie damit um?

Antwort: Schizophren. Es gibt zwei Familienväter. In den Hanfphasen gibt es den coolen Papi mit Gelassenheit, Humor und Reaggemusik und es gibt in den hanfabstinenten Phasen den Mitbewohner, den meine Kinder „das Monster“ nennen.

Dank dem Deutschen Hanfverband, Algea Care, den Aktivistinnen und Aktivisten und den Jüngerinnen und Jüngern des heiligen Hanfes (Spiritual Ganja) sind die hanffreien Phasen nur noch sehr kurz, so dass meine Kinder eine glückliche Kindheit verleben und sich bestens entwickeln.

Frage: Die bist der erfolgreichste Narco der Welt und hast ein Vermögen von 7 Billionen Euro mit Cannabis und Kryptowährungen verdient. Du hast Verantwortung für hunderte von Arbeitsplätzen: Landwirte, Botaniker, Informatiker, Logistiker, Spediteure, Fahrer, Personenschützer, Söldner, Rechtsanwälte, Hast Du nicht Schiss, von den Bullen aufgehalten zu werden und wegen einer Blut- oder Urinprobe und dem Nachweis eines Konsumdeliktes Dein geschaffenes und bis heute geheim gehaltenes Imperium zu gefährden?

Antwort: Lange Frage – Kurze Antwort.

Lese den Artikel:

Verhalten bei Polizeikontrollen

Frage: Gibt es denn überhaupt keine Restrisiken für Dich bis an Dein Lebensende täglich 1,6 Gramm Cannabis zu verdampfen?

Antwort: Ja doch, ich könnte eine Psychose erleiden. Aber Moment mal…wenn ich mir die Antwort auf Deine vorletzte Frage nochmal so durch den Kopf gehen lasse, ist auch dieses Risiko schon eingetreten.

Übrigens: Wenn Du eine Erdnussallergie hast, von der Du vielleicht nicht weisst, und Du pfeifst Dir eine Tüte Ültjes rein, kann das Deinen Tod bedeuten. An Cannabis ist bis heute noch nie ein Mensch gestorben.

Frage: Kommen wir zur letzten Frage, die man einer künstlerischen Kunstfigur eigentlich nur zuletzt stellen kann: Fördert Cannabis die Kreativität?

Antwort: Bist Du bekifft? Sieh dich mal um auf alpavaria.de. Ich habe auf YouTube allein über 80 von mir produzierte Videos gepostet, habe 60 Songs komponiert, fünf musikalische Alben produziert, etwa 300 Photo Pop Art Bilder veröffentlicht, die Hälfte davon auf Poster und Leinwand, habe zwei Bücher geschrieben und diese Webseite entworfen…

…und Du fragst mich allen ernstes, ob kiffen kreativ macht?

Bekiffter Aktivist – (c) Alpa Varia 2021

3 Replies to “Patienteninterview”

  1. Pingback: Wen wählen? – Diskussionsrunde – Alpa Varia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.