Welche Drogen soll ich nehmen?

Würde ein glücklicher und zufriedener, kerngesunder, sexuell und sportlich aktiver, erfolgreicher Mensch mich fragen, welche Droge ich ihm empfehlen würde, lautete meine Antwort:

„Gar keine!“

Käme ein Erleuchteter zu mir, erleuchteter als der Buddha, und er würde mich ebenso fragen, welche Droge ich ihm empfehlen würde, lautete meine Antwort:

„Tu nicht so erleuchtet! Wärest Du es wirklich, würdest Du nicht so fragen!“

Mischen Impossible
Mischen Impossible

Fast alle Menschen, die ich kenne, gehören weder zur ersten noch zur zweiten Kategorie. Entweder sie leiden oder sie sind nicht erleuchtet. Und jetzt begreifst Du, warum alles EINS ist. Weil nicht erleuchtet sein die Ursache von Leiden ist.

Ich wollte die buddhistische These , dass alle Menschen leiden, mal wissenschaftlich überprüfen und befragte repräsentativ über 2.000 meiner treusten Ganja- Kundinnen und -Kunden, ob sie gegenwärtig leiden, mal in ihrem Leben gelitten haben oder glauben, in Zukunft mal zu leiden.

Immerhin bestätigten 100 % der Befragten die These Buddhas, obwohl die meisten seine endlosen Original-Reden gar nicht gelesen oder gehört haben.

Was tun Drogen? Sie lindern Leid.

Warum nehmen Menschen Drogen? Um ihr Leiden zu lindern.

Warum leiden Menschen? Weil sie süchtig sind. Nach Hass, Gier und Verblendung.

Ist es nicht falsch, Sucht mit Sucht zu behandeln? Löscht die Drogensucht nicht das Feuer mit Benzin?

Ist es nicht falsch, die Ursache von Geburt und Tod mit Gier, Hass und Wahninn zu begegnen und sich gleichzeitig auf eine neue Wiedergeburt zu erfreuen?

Der Wahnsinn in dieser Welt ist keine Spekulation, sondern täglich erlebbare Realität. Menschen tun viele unvernünftigen Dinge. Es soll Menschen geben, die stecken sich den Zeigefinger in der Nase und stecken ihn danach in den Mund.

Es sind nun mindestens 50.000 Jahre her, seitdem Menschen überall auf der Welt und in allen Kulturen, Religionen und Kontinenten irgendwelche Drogen nehmen.

Wissenschaftler nehmen an, dass psychoaktive Pilze der Grund waren, sich nieder zu lassen und aus Nomaden wurden Siedler. Stämme und Cläne bildeten sich, die ersten dauerhaften sozialen Lebensgemeinschaften, einer klaren Hierarchie und Hackordnung und mindestens einem drogensüchtigen Schamanen, der irgendwie nicht von dieser Welt zu stammen scheint.

Kenner des Graves Value System erkennen darin die Beschreibung von AN Survival Sense (beige) nach BO Kin Spirit (purpur). Ich selbst konnte bei mir in Selbstversuchen feststellen, dass die purpurne Fähigkeit zum Schamanismus auch in mir angelegt ist, sofern eine ausreichend große Mengen an Magic Mushrooms verfügbar sind.

Hanf, bzw. Cannabis oder Ganja dürfte die zweite Menschheitsdroge gewesen sein, lange noch vor Alkohol. Zumindest seiner systematischen Zubereitung, denn in einigen Dschungelgebieten und Urwäldern gibt es tatsächlich Bäume, deren Saft leicht alkoholhaltig ist und einige Obstsorten haben auch von Natur aus geringe Mengen von Alkohol in sich. Ansonsten ist Alkohol in den Mengen, wo es blöd im Kopf macht, immer menschliches Einwirken von Nöten.

Und hier unterscheiden sich die Naturdrogen wie Pilze, Kakteen, Mutterkorn oder Hanf vom Alkohol.

  • Naturdrogen sind ein Aufbauprodukt,
  • Alkohol ist ein Abbauprodukt.

Naturdrogen werden in der Blüte ihre Waschstums genossen, Alkohol wird unterhalb seines genießbaren Verwesenszustandes verzehrt.

Alkohol entsteht durch Gärung, Verwesung, Zersetzung, Abbau, Tod.

Naturdrogen entstehen durch Wachstum, Blüte, Ausdruck, Geruch, Farbe, Ästhetik und göttlichem Schöpfungsbetrieb.

Was der Mensch da mit dem Alkohol anrührt ist vom Teufel inspiriert.

Wenn der Hanf blüht, also auf dem Höhepunkt seiner exakt einjährigen Wachstums, so erzeugt das knackige Pflänzchen Knospen, die in ihrer Form an den Phallus eines Mannes erinnert.

Dies macht die Knospe so geil, dass sie feucht und harzig wird und unendlich THC produziert, um das Männchen anzulocken und high zu machen für richtig geilen Sex, denn der Hanf ist ja zweigeschlechtlich.

Pot und Porno
Pot und Porno

Wenn Du diese botanische Körperflüssigkeit der Liebe kostest, so erlebst Du ein High, weil high das ist, wonach die Pflanze strebt, die wachsen will. Die Hanfpflanze gibt mit seinem postpupertärem Sex auch unmißverständlich zu verstehen, dass Jugendliche gefälligst die Finger von den erwachsenen Blüten der Sativa lassen.

Alkohol macht Dich nicht high, sondern low. Du entwickelst Dich evolutionär zurück. Nach dem ersten Glas siehst Du schon etwas jünger und frischer aus. Nach dem zweiten Glas hast Du das postpubertäre Teenageralter erreicht, nach dem dritten Glas verhältst Du Dich wie ein pubertierender Teenager, dann wie ein Kleinkind, wenn Du weitertrinkst, irgendwann bist Du ein lallendes, sabberndes Baby, das sich vollpullert und die ganze Zeit nur schlafen will.

Wenn Dir das immer noch nicht reicht und Du in diesem Zustand weiter trinkst, verwandelt sich Dein Gehirn in Gemüse und Du fällst ins Koma oder stirbst noch an Ort und Stelle. Ab da evolutionierst Du nur noch zum Staube und der Prozess hat ein Ende oder beginnt von vorn.

Und weil Alkohol ein Zerfallsprodukt ist führt es nicht nur zu körperlichen Zerfall, sondern auch zu psychischen Zerfall. Menschen, die Alkohol trinken, werden mit jedem Tropfen charakterlich schlechtere Menschen während Naturdrogen oft die Chance liefern, aus ihren Konsumenten bessere, friedfertigere, gelassenere, entspanntere, geduldigere, verständigere und solidarischere Menschen macht.

Wenn Dir das zu abwegig ist, stell Dir eine typische Kiffergemeinde vor, beispielsweise die Hippies, die Rastafas, die New Age Gemeinde, die Cheech & Chongs oder die Protagonisten aus Disjointed (auf Netflix) vor.

Nun stell Dir typsiche Alkoholgruppen vor. Fussballfans, Hooligans, Nazis, Briten, Pegidas.

Nun prüfe vor Deinem inneren Auge, für welche der beiden Gruppen die Attribute friedfertig, gelassen, entspannt, geduldig, verständig und soldiarisch besser passen.

Einst fragte ich meinen ZEN Meister Luam Phor Ruam:

„Meister, euch Mönchen ist es untersagt, Alkohol zu trinken. Auch uns Laien empfiehlt er in Sila 5, sich von berauschenden Getränken fern zu halten. In welchen Situationen ist es aus Sicht des Budhha in Ordnung, mal einen kleinen – na du weisst schon – gegen den Durst…“

Daraufhin sah mich der mumifierte Mönch durch seine dunkle Sonnenbrille tief an und sagte mit krächzender Stimme, die ein wenig an Don Corleone aus dem Paten erinnert:

„Mein junger Padawan, wenn drei Männer Dich packen. Deine Arme fesseln, Dich am Körper festhalten, und einer legt Dir den Kopf in den Nacken, während ein zweiter Dir einen Trichter in den Rachen schiebt und ein Dritter dir Alkohol in den Trichter schüttet, dann kannst Du den Alkohol auch genießen, denn Du kannst eh nichts dran ändern.“

Herzlichst Euer

Alpa Varia

Nun weisst Du alles, was nötig ist, um die bizzarre Logik des War on Drugs zu entschlüsseln. Im letzten Teil wirst Du auf humorvolle Art und Weise an das gesamte Ausmaß des Irrsinns hingeführt. Klicke diesen Link, um den War on Peanuts zu erleben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.