Wer hat was gegen Cannabis?

Die Hanfverschwörung

Wer hat was und warum gegen Cannabis?

Wer hat was gegen Cannabis?

Die Hanfverschwörung

Eine Verschwörungstheorie, die gar keine ist, weil sie aus den Geschichtsbüchern stammt. Welche Geschichtsbücher? Jedenfalls nicht jene Geschichtsbücher, die das Kultusministerium gerade noch unseren Kindern zumutet. Oder hat irgendjemand im Deutschunterricht ganz nebenbei erfahren, dass Goethe, Wagner und Nietzsche, vielleicht sogar Schiller Kiffer waren? Wer sind die Interessensgruppen, die eine völlig blödsinnige Idee eine Pflanze zu verbieten, die den bekennenden Rassisten Harry J. Anslinger in seinem Wahn einer faschistisch durchkontrollierten und völlig drogenfreien Gesellschaft unterstützten, die weltweite Macht der USA zu mißbrauchen, um per Gesetz und überall auf der Welt ethnische Minderheiten und politisch Andersdenkende zu kriminalisieren und damit zu kontrollieren. Hier findest Du eine kleine Auswahl all jener Interessensgruppen, Helfershelfer und faschistischen Geistesgenossen, die irgendwie irgendein Problem mit Cannabis haben.

Du wirst in den Reitern unten viele Verstrickungen untereinander finden. Letzten Endes ging es bei den Interessensgruppen gegen Cannabis eigentlich selten um Cannabis als Genussmittel, sondern vielmehr um die weltweite Ausrottung der industriellen Nutzpflanze Hanf.

Papier aus Hanf benötigt gerade mal 25 % der Anbaufläche im Vergleich zu Papier aus Holz. Dabei ist Hanfpapier deutlich haltbarer und benötigt zur Herstellung keine umweltschädigenden Chemikalien. Bücher aus Papier halten nur wenige Jahrzehnte, bis sie zerbröseln. Historische Dokumente, wie beispielsweise die Gutenberg-Bibel oder die US-amerikanische Verfassung, erfreuen sich auch heute noch bestem Zustand, weil sie auf Hanfpapier gedruckt wurden.

Vor allem Chemiekonzerne, die in Kunstfasern investiert waren, sahen in Hanf einen großen Konkurrenten zu Kunstfasern wie Nylon und Polyester. Diese könnten zwar mit Baumwolltextilien konkurrieren, aber nicht mit Hanffasern. Die leichte Entzündlichkeit und die Neigung, schnell Körpergeruch anzunehmen stellen Kunstfasern im Vergleich zu Hanftextilien klar in den Schatten. Zudem basieren die Kunstfasern zum Großteil aus Erdöl, womit ein weiterer machtvoller Verbündeter (siehe Reiter „Erdölinstrie“) hinzugekommen ist. Auch Papier aus Holz (siehe Reiter Forst- und Papierwirtschaft) ist auf Chemikalien angewiesen, Die Papierherstellung aus Hanf benötigt keine Chemikalien.

Die ersten Levis-Jeans waren aus Hanf und unverwüstlich. Für die Textilherstellung aus Baumwolle sind deutlich mehr Chemikalien nötig als bei Kleidung aus Hanf. Sowohl die Textil- als auch die Baumwollindustrie haben kein gesteigertes Interesse an lange haltbarer Kleidung. Zudem gehören die Baumwollfelder in den USA traditionell weissen Amerikanern, die durch Sklavenarbeit sehr reich und mächtig wurden. Hanf wiederum kann jeder in seinem Garten züchten und somit Konkurrent der mächtigen Baumwollplantagen-Besitzer werden.

Jeans aus Hanf
Die Cannabis-Hexenjagd der Kirche geht auf das Mittelalter zurück und scheint heute noch in der DNA der katholische Ideologie zu stecken. Einst waren es Hebammen und Heilerinnen, die mit Cannabis mehr Erfolg hatten, als die meist männlichen und katholischen Ärzte. Die Kirche schrieb den Ärzten die zulässigen Behandlungsmethoden vor. Recht viel mehr Möglichkeiten als das Schröpfen und der Aderlass sind den Ärzten nicht geblieben. Aus Neid verriet die Ärzteschaft den Kirchenvertretern, dass vor allem Hebammen mit Cannabis den Geburtsschmerz gebährender Mütter lindern. In der katholischen Ideologie ist der Geburtsschmerz eine von Gott auferlegte Strafe für die Erbsünde der Eva. Somit galt das Lindern der Wehen oder Geburtsschmerzen als Sünde. Die Hebammen waren dann die ersten Frauen, die als Hexen diffamiert und gejagt wurden. Der bibeltreue Christ weiss, dass die Bibel sogar an einigen Stellen vor der Verteufelung von Cannabis warnt: https://wassagtdiebibel.com/über/cannabis

Wenn man mit gesundem Menschenverstand sich in die Psyche einer Polizist*in hineinversetzt und edle Motivation für diesen herausfordernden und entbehrungsreichen Beruf unterstellt, fällt es schwer sich vorzustellen, dass sich eine Polizist*in in ihrer Freizeit nicht in erster Linie gegen die Cannabis-Prohibition einsetzt. 

Ein Ermittlungsverfahren gegen Cannabis beansprucht durchschnittlich etwa sechs Stunden polizeilichen Aufwand. In den allermeisten Fällen handelt es sich bei den sichergestellten „Betäubungsmitteln“ um geringfügige Mengen einiger weniger Gramm oder Milligramm. Alle 2,6 Minuten erfasst die Polizei ein solches Delikt. Die meisten Delikte werden staatsanwaltlich gar nicht verfolgt, oder mit Bussgeldern belegt, in einigen Fällen kommt es zu Gerichtsverfahren und Haftstrafen. Am Ende beschäftigen sich Akademiker ernsthaft damit, dass jemand gerne Gras raucht und sich dabei hat erwischen lassen. 

Diesen Irrsinn kann doch gar kein rechtsschaffender Polizist auf Dauer ertragen? Man leistet doch keinen Eid auf eine der besten Verfassungen der Welt, um sie dann im dienstlichen Alltag mit Füssen zu treten? Bei der hohen Anzahl Überstunden, die durch Polizeibeamte jedes Jahr zu leisten ist, kann es doch keine Rechtfertigung geben, gezielt Kiffer zu jagen?

Wenn Du auf all diese Fragen keine Antwort findest, könnte das daran liegen, dass Du einen gesunden Menschenverstand besitzt und erwartest, dass die Polizei so funktioniert, wie Du es als Bürger zurecht erwarten würdest, aber als ehemaliger Militärpolizist kann ich Dir versichern, dass Behördendenken, insbesondere das Denken von Sicherheitsbehörden, nicht immer dem gesunden Menschenverstand folgt. 

Kurios wird es immer dann, wenn sich exekutive Sicherheitsziele mit legislativen Ideologien vermischen. Dies geschieht immer dann, wenn beispielsweise ein Gewerkschaftsfunktionär der Polizei nicht nur ein, sondern gleich zwei Parteibücher in der Uniform-Brusttasche mit sich trägt. 

Was sagt Wikipedia zu dem Beamten, der auch als die verspätete deutsche Antwort auf den US-Repuplikaner Harry J. Anslinger gehandelt wird?

Was also um alles in der Welt treibt einen Gewerkschaftsboss dazu, die risikoarme und erfolgsträchtige Beschäftigungstherapie und Rechtfertigung für zu wenig Personal aufrecht zu erhalten? Zu dieser Frage finde ich gleichzeitig mehrere Antworten, insbesondere wenn ich mich mit gemischten Gefühlen an die Zeiten zurück erinnere, als ich noch kiffende Soldaten jagte.

Wenn Du als staatliches Sicherheitsorgan nachts eine private Veranstaltung betreten willst, musst Du dafür in einem Rechtsstaat gute Gründe haben. Und die findest Du in einer Disko immer. Es gibt keine Tanzschuppen in Deutschland, in denen nicht zumindest Drogen gedealt werden. Es gibt aber dort auch jede Menge Schlägereien und andere Straftaten, die dort stattfinden. 

Um Deinen dienstlichen Aufenthalt zu rechtfertigen, solltest Du irgendeine Straftat aufdecken. Du könntest einen Mitbürger mit Migrationshintergrund festnehmen, weil er ein Klappmesser bei sich hat oder einen besoffenen Rechtsradikalen wegen Hitlergruß aus seiner Nazi-Horde rauslösen oder allerlei andere riskante oder politisch fehlinterpretierbare Festnahmen durchführen oder aber man könnte auch einem 19-jährigem Rapper mit einem Joint in der Tasche abführen.

Bei dem Messerträger mit Migrationshintergrund könnte sich herausstellen, dass sein mitgeführtes Klappmesser gar nicht unter das Waffengesetz fällt, bei dem besoffenen Nazi könnte sich heraus stellen, dass der Hitlergruß nur eine Tanzbewegung war, aber bei dem 19-jährigen Rapper steht zweifelsfrei fest, dass gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen wurde. Aufklärungsquote: 100 %.

Für Polizeieinheiten, die sich vornehmlich an der Aufklärungsqoute messen lassen müssen, ist das Cannabis-Verbot der Bringer. Es öffnet zudem Türen. Wie der Zauberspruch „Sesam öffne Dich“ ermöglicht die Formel „Ich glaub, ich riech hier Cannabis“ Zutritt zu verbotenen Räumen, die eigentlich durch den Zauberbann des Grundgesetzes geschützt sein sollten. 

So ganz spontan fällt mir da noch ein weitere nützliche Funktionalität der Cannabis-Prohibition ein, an der sogar die Militärpolizei, Geheimdienste und Kriminalämter ihre Freude haben. Weil in Deutschland extrem viele Menschen kiffen, sehr viel mehr, als die von Regierungen beuftragten Studien glauben machen sollen, ist es sehr wahrscheinlich, dass man bei ihm oder ihr ein paar Gramm Cannabis findet. Dieses setzt man dann ein, um die Kooperationsbereitschaft in einer ganz anderen Angelegenheit zu erlangen, wie z. B. das Verpfeifen eines Fahnenflüchtigen, das Decken eines Wirtschaftsspions oder die Weigerung, eine FFP2-Maske zu tragen.

Das Cannabis-Verbot ermöglicht es der Polizei, Menschen zu kriminalisieren, die eigentlich gar nicht kriminell sind, sondern einfach nur anderer Meinung, was die gesellschaftliche Akzeptanz unterschiedlicher Genussmittel angeht. Dadurch lassen sie sich besser unter Druck setzen, erdulden eher Maßnahmen, die mit der Menschenwürde unvereinbar sind oder schlicht gegen Menschenrechte verstoßen und lassen sich schnell davon abbringen, Anklage gegen Amtsmissbrauch zu erheben. 

Da die Wahl der Droge vor allem bei Cannabis auch politisch motiviert ist und unter Cannabis-Konsumenten nach wie vor überwiegend politisch links orientierte Schwarze Jazzmusiker, Hippies, Jamaikaner, Rastas und Latinos zu finden sind, ermöglicht das Verbot den rechtspopulistischen Parteien die Diskreditierung dieser Minderheiten über die Polizeiorgane, die sich ja in der Vergangenheit auch zunehmend nach rechts radikalisiert haben. So sehr, dass sogar ultrarechte Innenminister zugeben, dass Rechtsextremismus bei der Polizei leider kein Einzelfall mehr zu sein scheint.

Harry Jacob Anslinger (* 20. Mai 1892 in Altoona, Pennsylvania; † 14. November 1975 in Hollidaysburg, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Diplomat deutsch-schweizerischer Herkunft. Ab 1930 war er Vorsitzender des Federal Bureau of Narcotics (FBN) und einer der treibenden Befürworter einer Cannabis-Prohibition. Er lehnte die Nutzung von Opium und Hanf auch zu medizinischen Zwecken ab und setzte sich als Mitglied der Drogenkommission der Vereinten Nationen in den 1960er-Jahren für ein weltweites Verbot des Cannabisanbaus ein.

Was hat den bekennenden Rassisten Anslinger zu dieser Hexenjagd getrieben? War es die Sorge um die Volksgesundheit der Amerikaner? Keineswegs. Sogar Anslinger gab einmal zu Protokoll, dass er die tatsächlichen Risiken von Marihuana als gering einschätzt.

Anslinger träumte vielmehr von einer faschistisch kontrollierten und völlig drogenfreien Gesellschaft. Als Leiter des FBN, dem Vorgänger der DEA, war es seine Aufgabe, die Alkoholprohibition zu überwachen. Nach 13 Jahren Mißerfolg (Die Alkohol-Prohibition dauerte von 1920 bis 1933) war die US-Regierung zu dem Schluss gekommen, dass die Prohibition mehr Probleme aufwirft, als vorher. Die Menge an alkoholischen Getränken sank zwar, jedoch stieg im gleichen Verhältnis der Alkoholanteil in den Getränken. Weiche alkoholische Getränke wie Bier oder Wein waren fast nicht mehr zu haben, dafür setzte sich immer mehr Hochprozentiges durch. Zudem verschlechtere sich die Qualität der heimlich gepanschten Getränke und nicht zuletzt erblindeten Etliche an den gepanschten Drogen.

Methanol ist ein Alkohol, der eigentlich gar nicht oder nur in extrem geringen Mengen als Begleitalkohol in alkoholischen Getränken vorkommt, anders als der gängige Alkohol Ethanol. Methanol entsteht aber vor allem bei unsachgemäßen Brennen von Schnäpsen.

Wenn ihr der Meinung seid, man hätte bei der Cannabis-Prohibition ja aus der gescheiterten Alkohol-Prohibition lernen können, liegt ihr völlig richtig. Auch bei Cannabis haben wir vor allem das Problem mangelnder Qualtitätskontrolle und fehlendem Jugendschutz. Dealer fragen nicht nach dem Ausweis und sie neigen dazu, ihre Ware mit Streckmitteln zu verunreinigen, um ihren Profit zu erhöhen. Gleiches gilt für den stetigen Anstieg der THC-Gehalte. Für Kriminielle Organisationen sind vor allem die Drogen profitabel, die mit wenig Gesamtvolumen (Platzbedarf) möglichst hohe Wirkstoffkonzentrationen erlauben, wie das beispielsweise bei Kokain der Fall ist.

Allerdings lernte die US-Regierung nicht viel aus der mißlungenen Prohibition und war auf der Suche nach einem neuen Feindbild.

Das lieferte Anslinger, der es selbst nicht ertragen konnte, dass sich seine eigene Tochter mit Schwarzafrikanern umgab und regelmäßig Jazz-Lokale aufsuchte. Anslinger konnte sich die Zuneigung seiner Tochter zu Schwarzafrikanern nur damit erklären, dass sie unter Drogen gesetzt wurde. Haschisch und Jazz war und ist bis heute eng miteinander verknüpft und so wurde Haschisch zur Droge der Schwarzen und Mariuanah (das Wort prägte Anslinger selbst) zur Droge der Mexikaner und anderer ethnischer Randgruppen.

Anslinger verhinderte damit, dass seine Behörde aufgelöst wurde und seine Beamten sich einer neuen Tätigkeit widmen musste. Natürlich sicherte er sich auch damit seinen Posten.

Er verhinderte gleichzeitig, dass die Alkohol-Mafia arbeitslos wurde und bescherte ihr ein neues Geschäftsmodell. Seitdem hat die USA ein Problem mit Drogen.

Natürlich schaffte Anslinger sein Vorhaben nicht im Alleingang. Rassismus alleine hätte die US-amerikanische Bevölkerung kaum dazu bewogen, auf den traditionellen Anbau von Hanf zu verzichten.

Unterstützung fand Anslinger bei all jenen Interessensgruppen, die auf dieser Seite genannt werden.

Etwa ein Drittel aller verschreibungspflichtigen Medikamente könnten durch den vermehrten Einsatz von Cannabis in der Medizin entweder reduziert oder ersetzt werden. Vor seiner Prohibition im vorigen Jahrhundert war Cannabis das am Dritthäufigsten verschrieben Medikament weltweit. Im Jahre 1972 kam ein Expertengremium, bestehend aus Ärzten und Wissenschaftlern im Auftrag der US-amerikanischen Bundesregierung, zu dem Schluss, dass Cannabis für medizinische Zwecke unverzichtbar und zudem das risikoärmste verschreibungspflichtige Medikament überhaupt sei. Der Bericht wurde von der US-Regierung 30 Jahre lang unter Verschluss gehalten. Nach Ablauf der maximalen Verschlussfrist von 30 Jahren sorgte der Bericht für enormes Aufsehen und führte weltweit dazu, Cannabis zumindest als Medizin wieder zu zulassen. Seitdem versucht sich die Pharma-Industrie mit der „Verschlimmbesserung“ des Naturproduktes, mal durch Verwendung in Kapseln oder Sprays, mal durch die Herstellung künstlicher Cannabinoide. Allerdings scheint jeder Versuch, das Naturprodukt zu „verbessern und damit zu patentieren“ am Widerstand der Patienten, die den künstlichen Pharmaprodukten nichts abgewinnen kann. Cannabis selbst lässt sich nicht patentieren, weil es eben ein Naturprodukt ist, auf das nur der liebe Gott ein Patent besitzt.

Lance Cpl. Taylor M. Boyd, a squad automatic weapon gunner with Echo Company, 2nd Battalion, 6th Marine Regiment, sights his weapon down a field during a patrol in Marjah, Afghanistan, Aug. 15, 2010. Boyd, 19, is from Ellenboro, N.C.

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts dämmerte es so manchen, dass Brennstoffe auf Basis von Erdöl problematisch für die Umwelt sind. Erdöl gehört zu den nicht nachwachsenden Rohstoffen und seine Verfügbarkeit ist begrenzt. Hanf wächst extrem schnell und sorgt dank hervorragender Photosynthese der Pflanze zu einer positiven CO2-Bilanz. Je mehr Hanföl verbrannt wird, desto mehr CO2 wird durch das Nachwachsen der Rohstoffe in Sauerstoff umgewandelt. Die meisten Kunststoffe bestehen heute ebenfalls aus Rohöl. Alles, was heute aus Kunststoff gefertigt wird, könnte durch Hanfprodukte ersetzt werden. Aufsehen erregte natürlich auch das HEMP CAR der Marke Ford. Nicht nur das Fahrzeug wurde überwiegend aus Hanf hergestellt, es fuhr auch mit Hanföl.

Infolge der zweiten Opiumkonferenz in Bern im Jahre 1925 ließ sich die WHO kritiklos dazu hinreissen, auf Drängen der Lobbyisten gegen Hanf das Rauschmittel Cannabis in seiner Gefährlichkeit auf die gleiche Stufe zu stellen, wie Heroin und Kokain. Erst vor kurzem musste die WHO eingestehen, dass diese Einschätzung völlig falsch ist und jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Es fiel der WHO sehr schwer öffentlich einzugestehen, wissenschaftliche Erkenntnisse hinter ideologischen und politischen Interessen vorsätzlich ignoriert zu haben.

Wer allen Ernstes glaubt, Suchtkliniken in Deutschland wären staatliche Einrichtungen, die ein großes Interesse daran haben, die Menschen dauerhaft abstinent werden zu lassen, täuscht sich gewaltig. Die meisten Suchtkliniken sind privat geführte Aktiengesellschaften und auf eine hohe Bettenbelegung bedacht. Nicht zuletzt ist das Suchtbehandlungsunwesen in Deutschland sehr erfolglos. Gerade mal 10 % aller Suchtkranken, die sich einer Behandlung unterzogen haben, schaffen es auf Dauer, Abstinent zu bleiben. Dabei ist gar nicht klar, ob es diese 10 % nicht vielleicht deshalb schaffen, weil Selbsthilfegruppen (z. B. Anonyme Alkoholiker) im direkten Vergleich zu Suchtkliniken sehr erfolgreich sind. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Anstalten sind diese auf Stammkundschaft (sog. Drehtürpatienten) angewiesen. Während es aber bei einem Alkoholiker an ihm selbst liegt, sich einer Suchtbehandlung zu unterziehen, kann man mit illegalen Drogen deutlich höheren Druck aufbauen. Die allermeisten Menschen, die wegen Cannabis eine Suchtklinik aufsuchen, tun dies keineswegs freiwillig. Sie werden juristisch vor die Wahl gestellt, als krank oder kriminell behandelt zu werden. Wird ein Suchtproblem abgestritten, wird der Betroffene automatisch kriminell und wandert in den Knast oder hat andere schwerwiegende Konsequenzen zu befürchten, die existenzbedrohend (z. B. Führerscheinverlust, Berufsverbot, Arbeitsplatzverlust etc.) sein können. Lässt sich der Konsument aber darauf ein, als Suchtkranker definiert zu werden, so kann er sich damit einiges an Ärger ersparen, sofern er „freiwillig“ eine Therapie sucht. Für das Entzugs-Business ein riesiges Geschäft bei vergleichweise geringem Aufwand, denn eine echte Sucht (das Wort stammt von „Siechtum“) gibt es bei Cannabis-Konsumenten nicht, lediglich Abhängigkeitsmuster, die die meisten Betroffenen auch leicht ohne professionelle Begleitung durchbrechen können. Bei Cannabis-Abhängigen kommt es sehr oft vor, dass sich die Abhängigkeit irgendwann löst, wenn die Nachteile des Konsums die Vorteile überwiegen. Bei Alkoholikern kommt es zu dieser Einsicht fast nie. Mit der Illegalität des Cannabis wird es als Ausstiegsdroge nicht berücksichtigt. In keiner deutschen Suchteinrichtung hat der Patient eine Wahl. Er wird bei vielfachen Substanzmittelmissbrauch (z. B. Alkohol und Cannabis) immer dazu genötigt, beide Genussmittel für immer und ewig zu verabschieden. Ein Wechsel beispielsweise von Alkohol auf Cannabis würde man als „Suchtverschiebung“ bezeichnen, die aus Sicht der Experten die Lebenssituation des Patienten verschlimmert, weil er ja nun in ein illegales Suchtmittel abgleitet. Medizinisch betrachtet wählt der Patient aber einfach ein geringeres und realistischeres Übel als die freiwillige Askese eines Mönches. Es gibt Menschen, die wollen nicht auf alle Genussmittel verzichten, auch wenn sie abhängig machen. Aus gesundheitlicher Hinsicht kann selbst ein chronischer Cannabispatient ein zufriedenstellendes Leben bis ins hohe Alter führen. Dafür gibt es prominente Belege. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass ein Alkoholiker ein würdiges Leben führen kann. Es wird wenigstens ein kurzes Leben sein, denn Alkoholismus ist eine Sackgasse, bei Cannabis gibt es zumindest die Chance, sehr gut mit der Sucht einigermaßen gesund zu bleiben. Wer heute noch behauptet, Cannabis wäre auch in einem legalisierten Markt eine Einstiegsdroge, der glaubt sicher auch, dass die Erde eine Scheibe ist. Viel spannender ist die Frage, ob Cannabis nicht für viele Alkoholiker und Abhängige anderer harter Drogen eine effektive Ausstiegsdroge ist. Aber das wiederum regt die Alkohol-Industrie auf (siehe Reiter).

Auch heute noch sprechen Gegner der Legalisierung von Cannabis als Einstiegsdroge. Diese Behauptung ist seit Jahrzehnten wissenschaftlich widerlegt und selbst das Verfassungsgericht hat diese These ganz klar widerlegt.
Kaum diskutiert wird allerdings die These von Cannabis als Ausstiegsdroge, vor allem von Alkohol. Hierfür spricht einiges an Evidenz und auch die Zahlen aus Ländern die legalisiert haben, stellen einen Rückgang beim Alkoholkonsum fest.
Da Alkohol die deutlich gefährlichere Droge ist, an der jährlich in Deutschland mindestens 70.000 Menschen sterben, wirkt Cannabis dagegen bei nüchtern wissenschaftlicher Betrachtung relativ harmlos. Sowohl das Abhängigkeitsrisiko noch das Ausmaß körperlicher Schädigungen sind vergleichbar. An den Folgen von Cannabis ist bis heute noch kein einziger Mensch gestorben. Immer mehr Menschen, die sich gut informieren, wollen ein Genußmittel, dass weniger gefährlich und schädlich ist, wie Alkohol. Das gilt vor allem für ältere Menschen, die Alkohol noch schlechter vertragen, als junge Konsumenten. Während Politiker heute noch Alkohol verharmlosen und sogar teilweise propagieren, stehen immer mehr Menschen der gefährlichsten Droge der Welt zunehmend kritisch gegenüber.

Von der Weimarer Klassik 1786 bis zum Ende der Weimarer Republik 1933 war Weimar sozusagen das Amsterdam der Dichter und Denker, und keiner hatte ein Problem damit. Knaster galt als der Tabak der Armen, aber wer es sich leisten konnte, hegte seine eigenen schon damals hochkarätigen Pflänzchen oder besorgte sich Haschisch aus der Apotheke.

Erst die Nazis empfanden die Freizügigkeit der bekifften Künstler als anmaßend. Was die Nazis von Goethe hielten, machten sie unmißverständlich klar, als sie Goethes Baum auf Buchenwald umsägten und auf dem Grundstück ein Konzentrationslager errichteten. Lediglich Wagner kam mit seinen düsteren Opern dem Geschmack schon näher und man übersah beflissentlich die Neigung des Herrn Wagner zum süßen Haschisch, das er sich, laut schriftlicher Aussagen seiner Haushälterin, exklusiv aus Marokko importieren ließ.

Ganz allgemein war den durchdisziplinierten Schuhabsatzknallern die Lockerheit und Offenheit der Deutschen Kifferkultur ein Spliff im Auge. Angefeuert durch ihren Zeit- und Gesinnungsgenossen sowie bekennenden Rassisten Harry J. Anslinger aus den USA sahen auch sie in der friedensstiftenden Droge (oder was glaubt ihr, was in den Friedenspfeifen der Indianer war) Cannabis eine Gefahr für die Deutsche Volksseele. Tatsächlich erleichterte das Cannabis-Verbot die Diffamierung und Kriminalisierung von Juden, denn etliche von ihnen waren Apotheker oder waren anderweitig im weltweiten Hanfhandel beteiligt. Mit der Kriminalisierung der Pflanze wurden gleichzeitig ganze Berufsgruppen kriminalisiert und der Willkür von SS und SA ausgesetzt. Ambivalent wurde die Sache erst um 1942, als die Deutsche Kriegsmaschinerie langsam an Rohstoffmangel erlahmte und die Rettung vor dem totalen Untergang ausgerechnet von der Industriepflanze Hanf ausgeht. So verteilte die NSDAP 1942 die „Lustige Hanffibel“ heraus und forderte damit das Deutsche Volk auf, jeden bepflanzbaren Quadratmeter mit Hanf zu bepflanzen.

Sowohl in den USA als auch in Deutschland waren es stets rassistische, faschistische oder zumindest rechtspopulistische Gründe, dem Volke Cannabis vorzuenthalten.

siehe auch „Nazis & AfD“ in etwas subtilerer Form. Subtil insofern, dass hinter der Aussage, Cannabis gehöre nicht zur Deutschen Leitkultur nicht nur faktischer Unfug steht (siehe „Nazis & AfD“), sondern obendrein eine subtilfaschistische, wenn sogar subtilrassistische Kernaussage dahinter verbirgt, denn wer oder was ist die Cannabis-Prohitions-Union schon, dass sie Vorgaben zur Deutschen Kultur und Unkultur macht, und mit der Prohibition einer angeblichen deutschen Unkultur sich das Recht herausnimmt, kulturell fremdes zu kriminalisieren. Und das selbst WENN Cannabis nicht zur Deutschen Kultur gehören würde, was sie aber tut. Und zwar von vor über 5.000 Jahren bis in die Gegenwart.

Diese Kultur war 70 Jahre lang in Deutschland illegal und deshalb nur als Randerscheinungen wie Lois Armstrong oder Bob Marley in Erscheinung getreten sind.

Die Union beruft sich jedoch nicht auf rassistische Narrative, das würde zu viele Wählerstimmen kosten. Das bislang am häufigsten vorgeschobene Argument war, dass es für eine Legalisierung von Cannabis keine Mehrheit gäbe (so auch der Standpunkt von Angela Merkel).

Inzwischen gibt es eine hauchdünne Mehrheit für die Legalisierung von Cannabis, jetzt treten wieder die gesundheitlichen Bedenken in den Vordergrund. Die Bedenken sind dabei gar nicht von der Hand zu weisen, die größten Gefahren gehen jedoch von der Kriminalsierung aus. Die Narcos dieser Welt konnten sich immer noch auf keine Qualitätsstandards ihrer Schwarzmarktprodukte einigen, selbst mit konkreten THC- und CBD-Angaben tun sie sich äusserst schwer und sie können einfach nicht verhindern, dass am Ende doch jemand Haarspray oder chemische Drogen draufsprüht.

Aus Sicht des hartherzigen Autoritätsliebhabers kein Problem, sollen sie doch verrecken, sie begehen ja schließlich eine Straftat. Etwa 20 % seiner Bürger, dass etwa soviel wie Impfverweigerer, werden somit entwertet, kriminalisiert und hohen Risiken ausgesetzt. Drug-Checking? Wo denkt ihr hin, es erwischt doch eh nie die Falschen. Wie AIDS.

Hinter dem Ideal der Prohibition steckt der versteckte narzisstische Wunsch, seine eigene Meinung und seinen eigenen Willen dem eines Volkes aufzuzwingen, sei er noch so absurd.

9 Replies to “Wer hat was gegen Cannabis?”

  1. Pingback: Ganja und die Hexenjagd – Alpa Varia
  2. Pingback: Die Hanfverschwörung – Alpa Varia

Schreibe einen Kommentar zu alpavaria Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.