Automation Architecture

Automation Architecture

Enterprise Mobility Management – BANAN AI

Zielarchitektur & Tool-Übersicht

1. Tools: Funktionen, Stärken und Schwächen

USU Service Management

Typ: IT Service Management Plattform

Funktionen:

  • Incident Management
  • Problem Management
  • Change Management
  • Service Request Management
  • Servicekatalog
  • Workflow Automation
  • Self Service Portal

Stärken:

  • Sehr starke Prozessautomatisierung
  • Gute Servicekatalog-Integration
  • Sehr gute ITSM-Prozesssteuerung
  • Gute API-Integration

Schwächen:

  • Keine Infrastruktur-Automation
  • Kein Monitoring
  • Kein Device Management

Rolle: Zentrale Steuerung aller IT-Service-Prozesse

VMware Workspace ONE

Typ: Unified Endpoint Management (UEM)

Funktionen:

  • Mobile Device Management (MDM)
  • Mobile Application Management (MAM)
  • Identity Integration
  • Security / Compliance Policies
  • Device Lifecycle Management
  • Zero Touch Provisioning

Stärken:

  • Sehr stark im Geräte-Lifecycle
  • Unterstützt iOS, Android, Windows, macOS
  • Starke Security- und Compliance-Funktionen
  • Sehr gute Automatisierung über APIs

Schwächen:

  • Begrenzte ITSM-Funktionalität
  • Monitoring nur für Geräte
  • Keine Infrastruktur-Automation

Rolle: Zentrales Managementsystem für Endgeräte

Instana

Typ: Observability / Application Performance Monitoring

Funktionen:

  • Application Performance Monitoring
  • Microservice Monitoring
  • Dependency Mapping
  • Distributed Tracing
  • Automatische Service Discovery

Stärken:

  • Sehr gute automatische Topologie-Erkennung
  • Ideal für Cloud und Microservices
  • Sehr schnelle Fehleranalyse

Schwächen:

  • Kein Infrastruktur-Deployment
  • Begrenzte Automation
  • Fokus auf Backend-Systeme

Rolle: Monitoring der Backend-Systeme hinter Mobile Services

IBM Turbonomic

Typ: AI-basierte Ressourcenoptimierung

Funktionen:

  • Automatisches Ressourcenmanagement
  • Performance-Optimierung
  • Kapazitätsmanagement
  • Cloud Cost Optimization

Stärken:

  • Automatisches Scaling
  • Reduziert Overprovisioning
  • Sehr gute Cloud-Integration

Schwächen:

  • Nur Infrastruktur-Fokus
  • Kein Endgerätebezug
  • Abhängig von Telemetrie

Rolle: Optimierung der Infrastruktur für Mobile Services

Ansible

Typ: Infrastructure Automation

Funktionen:

  • Server Provisioning
  • Konfigurationsmanagement
  • Deployment
  • Orchestrierung
  • Runbooks

Stärken:

  • Agentless
  • Sehr großes Modul-Ökosystem
  • Gut für Standardisierung
  • Infrastructure as Code

Schwächen:

  • Governance notwendig
  • Ohne Governance: Playbook-Chaos

Rolle: Technischer Automationsmotor

2. Relevanz für Enterprise Mobility Management

Mit Workspace ONE ergibt sich eine klare Architektur für das Enterprise Mobility Management (EMM).

Kernprozesse im EMM

  1. Device Provisioning
  2. Device Enrollment
  3. App Deployment
  4. Security Policy Enforcement
  5. Device Support
  6. Device Lifecycle Management

Tool-Relevanzmatrix

ToolRolle im EMM
Workspace ONEDevice Management
USU Service ManagementServiceprozesse
InstanaBackend Monitoring
IBM TurbonomicBackend Optimierung
AnsibleInfrastruktur Automation

Beispielprozess: Neues Smartphone

Schritt 1 – Bestellung

Der User bestellt das Gerät über den USU Service Catalog.

Schritt 2 – Genehmigung

Der Genehmigungsworkflow wird in USU abgewickelt.

Schritt 3 – Geräteregistrierung

Das Gerät wird über Workspace ONE provisioniert (Enrollment, Policies, Security Profile).

Schritt 4 – App-Deployment

Apps werden automatisch aus dem Workspace ONE App Catalog installiert.

Schritt 5 – Monitoring

Backend Services werden kontinuierlich durch Instana überwacht.

3. Zielarchitektur für BANAN AI

Die wichtigste Designregel: klare Trennung zwischen Serviceprozessen, Device Management, Monitoring und Infrastruktur-Automation.

5-Layer Architekturmodell

LayerToolVerantwortlichkeit
Device ManagementVMware Workspace ONEEnrollment, App Deployment, Security Policies, Compliance
Service ManagementUSU Service ManagementIncident, Problem, Change, Service Requests, Self Service
AutomationAnsibleInfrastruktur-Provisionierung, Backend-Deployment, Konfiguration
ObservabilityInstanaMonitoring, Fehlererkennung, Performance-Analyse
OptimizationIBM TurbonomicRessourcenoptimierung, automatisches Scaling

End-to-End Automatisierungsbeispiel

Szenario: Eine Mobile App funktioniert nicht.

Schritt 1 – Fehlererkennung

Instana erkennt einen Backendfehler automatisch.

Schritt 2 – Incident-Erstellung

Instana sendet einen Event an USU. Ein Incident wird automatisch erstellt.

Schritt 3 – Automation-Trigger

USU startet die entsprechende Automation.

Schritt 4 – Runbook-Ausführung

Ansible führt das Runbook aus (z.B. Restart API, Deploy Patch).

Schritt 5 – User-Feedback

Das Ticket wird automatisch aktualisiert und der User informiert.

4. Governance & Vermeidung von Script-Wildwuchs

Klare Governance ist essenziell, um unkontrollierten Script-Wildwuchs zu verhindern.

Automation Registry

Alle Automationen werden zentral katalogisiert:

AutomationVerantwortliches Tool
Device EnrollmentWorkspace ONE
Password ResetUSU Service Management
Server DeploymentAnsible
Monitoring & AlertingInstana
Resource ScalingIBM Turbonomic

Governance-Prinzipien

  • Nur ein Tool darf Infrastruktur automatisieren → Ansible
  • Monitoring erzeugt nur Events: Instana → USU → Automation
  • Keine parallelen Automationspfade außerhalb des definierten Layers

Fazit

Mit Workspace ONE ergibt sich eine saubere 5-Layer-Architektur, die folgendes verhindert:

  • Script-Wildwuchs
  • Doppelte Automatisierung
  • Unklare Verantwortlichkeiten

Die konsequente Trennung der Layers nach Verantwortlichkeit schafft eine robuste, skalierbare und wartbare IT-Architektur für das Enterprise Mobility Management bei BANAN AI.